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Pressemeldung
4.9.2008 von mw.
Fliegen ab Frankfurt – Übernachten in Walldorf
Das „Park, Sleep & Fly“-Angebot des Albatros Airport Hotels
Der Frankfurter Flughafen verbindet Deutschland mit der ganzen Welt. Täglich starten aus dem Herzen des Rhein-Main-Gebiets Jumbos nach Kairo, Kapstadt und Kopenhagen. Die Fluggäste darin kommen jedoch oft aus Kassel, Korbach oder Kaiserslautern. Gerade bei Abflügen in den frühen Morgenstunden ist die Übernachtung in Flughafennähe daher notwendig – und unbeliebt! Die Umgebung ist wenig einladend und die Flughafenhotels belasten das Reisebudget erheblich.
Genau das war die Überlegung, die zu der „Park, Sleep & Fly“-Idee geführt hat, so S. Balcik, Geschäftsführer des Walldorfer Mittelklassehotels: „Die Kunden können versichert und zu einem Komplettpreis übernachten und direkt am Hotel parken, das rechnet sich besonders für Langzeitreisende“, weiß Balcik aus seiner Erfahrung zu berichten. Ein hauseigener Shuttle-Service verbindet das ruhig gelegene Hotel zwischen 4 Uhr morgens und 2 Uhr morgens mit dem Flughafen und fährt die Gäste auf Anfrage auch zum Messegelände oder zum nahegelegenen S-Bahnhof Walldorf. Dadurch sparen die Reisenden Zeit, Stress – und vor allem Geld, wenn man die moderaten Albatros-Preise für Übernachtung mit Parken mit denen der Hotels direkt am Flughafen vergleicht.
Der mit modernster Kommunikationstechnik eingerichtete Konferenzraum, PC-Arbeitsplätze mit kostenlosem Internetzugang in der Lobby sowie kostenloser WLAN-Service auf den Zimmern zeigt, dass das Albatros-Hotel vorwiegend auf Geschäftsreisende ausgerichtet ist. „Wir haben aber auch oft Familien mit Kindern zu Gast, denn gerade gestresste Familienväter und -mütter wissen zunehmend die Annehmlichkeiten von Park, Sleep & Fly zu schätzen“, verweist Balcik auf die Gästestatistik.
„Guten Flug!“ ruft uns die Dame an der Rezeption hinterher – ein häufiger Gruß im Hause, hier, mitten im hessischen Mörfelden-Walldorf.
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Bienvenue à Walldorf - Spannende Geschichte erleben
2.6.2008 von mw.
Das Rhein-Main-Gebiet gehört zu den ältesten Kulturregionen Europas und ist seit über 2000 Jahren dauerhaft besiedelt. Kelten und Römer hinterließen hier bereits Spuren, bevor es unter Karl dem Großen zu einem der bedeutendsten europäischen Machtzentrum ausgebaut wurde. Auch heute noch ist Rhein-Main-Geschichte europäische Geschichte, wie wir am Beispiel Walldorf sehen können.
Der politische Zerfall des Heiligen Römischen Reichs in lokale Grafschaften und Fürstentümer hatte höchst unterschiedliche Entwicklungen auf engstem Raum zur Folge. Heute profitieren wir davon, denn nirgendwo sonst in Europa findet man eine so reiche kulturelle Vielfalt vor wie im südlichen und westlichen Deutschland. Jede Siedlung, jedes Dorf kann eine eigene Geschichte erzählen.
Auch Mörfelden-Walldorf besteht aus zwei Siedlungsteilen, die von ihrer Entstehungsgeschichte her nichts miteinander gemeinsam haben. Während Mörfelden auf eine alte karolingische Siedlungsgründung aus dem 9. Jhd. zurückblicken kann, ist Walldorf, der Stadtteil, in dem das Albatros Airport Hotel steht, wesentlich neueren Datums: Erst ab 1699 kann hier Siedlungsgeschichte nachgewiesen werden.
Doch wer meint, Walldorf sei deswegen weniger spannend, irrt. Im Gegenteil – schon der Ortsname verweist auf die legendenumrankte Glaubensgemeinschaft der Waldenser. Auch andere Ortsnamen in Deutschland wie z. B. Wallmerod und Waldensberg lassen sich auf Gründungen durch die Waldenser zurückführen.
Der Name „Waldenser“ leitet sich von ihrem Begründer ab, dem reichen Lyoner Kaufmann Petrus Valdes, der in der Mitte des 12. Jahrhunderts sein ganzes Vermögen verschenkte, um mit Wanderpredigten und Armenspeisungen eine religiöse Reformbewegung zu gründen. Laienbewegungen dieser Art waren im 12. Jahrhundert vielfältig und zahlreich; und einige davon, wie die Franziskaner, gibt es noch heute. Die meisten jedoch wurden recht bald als Ketzer von der katholischen Kirche verboten, die ihre Autorität verletzt sah. Die darauf einsetzende Verfolgung durch die Inquisition und sogar durch einen Kreuzzug im Jahre 1209 konnte die Waldenserbewegung nicht vollständig ausrotten. Während die Waldenserkolonien in Italien und Frankreich noch lange Bestand hatten, gingen die deutschen Waldensergemeinden jedoch im Zuge der Reformation in die Hussitenbewegung oder in den Protestantismus auf.
In Frankreich wurde im Jahre 1685 von Sonnenkönig Ludwig IX. das Edikt von Nantes widerrufen, das den französischen Waldensern und anderen Glaubensminoritäten wie den Hugenotten bis dahin Glaubensfreiheit zugesichert hatte. Ein gewaltiger Strom von Flüchtlingen ergoss sich durch ganz Europa. Landgraf Ernst-Ludwig von Hessen-Darmstadt, in dessen Hoheitsgebiet Walldorf lag, kamen diese Flüchtlinge wie gerufen, denn der Dreißigjährige Krieg hatte seine Grafschaft fast völlig entvölkert. Die französischen Neusiedler sollten das brachliegende Land wieder kultivieren. Die Waldenser hatten wieder eine Heimat – und der Landgraf neue Steuerzahler.
Bis 1815 wurden die Gottesdienste in Walldorf übrigens noch in französischer Sprache gehalten, bis sich die deutsche Sprache auch hier langsam durchgesetzt hatte. Auch heute noch sind die französischen Wurzeln in Walldorf unverkennbar. Straßennamen wie Aillaudstraße, Antoine-Balcet-Weg oder Coutandinstraße zeugen von den ersten französischen Siedlungspionieren. Mit der Jourdanallee oder Pfarrer-Papon-Straße ehrte man herausragende Walldorfer Persönlichkeiten französischer Herkunft, während Straßennamen wie Chisonestraße, Piemontstraße oder Savoyenring auf die geografische Herkunft der ersten Walldorfer verweisen.
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann besuchen Sie doch das Walldorfer Heimatmuseum Walldorf im Waldenserhaus, Langstr. 96, Tel. 06105 - 938274 oder 06105 - 320141. Geöffnet hat das Waldenserhaus sonntags 15–18 Uhr, dienstags 10–12 Uhr und donnerstags 15–18 Uhr. Der Eintritt ist übrigens frei.
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